Sonntag, Primetime – Tatort! Am Ort des Geschehens – neben den üblichen Verdächtigen – vorerst 22 potentielle Täter, eine ungewöhnliche Tatwaffe (rund), im Spiel sind Liebe und Alkohol, dazu knapp 4.000 Schaulustige; die Gockelz ermitteln…

Heute Dundee United aus Schottland zu Gast in der alten Försterei; Dundee United, deren größter internationaler Erfolg die Endspiele (damals noch mit Hin- und Rückspiel) um den UEFA-Cup 1986/87 gegen den IFK Göteborg sind. Man gewann den Cup seiner Zeit nicht – absolute Insider erinnern sich natürlich sofort, das Spiel in Göteborg pfiff DDR-Referee Siegfried Kirschen. Verrückte geile Fußballwelt.

Der Start der Zweitligasaison rückt näher, und so werden die Blicke auf den Rasen schärfer – wie die Urteile – wer, was, wie und überhaupt: Spielt da gut zusammen, was zusammen gehört?

Die Eisernen zeigen sich vom Pfiff weg beeindruckend beweglich und ideenreich auf dem Weg nach vorne. Flüssiges Kombinationsspiel bringt ein ums andere Mal ausichtsreiche Einschußmöglichkeiten, und Dundee schwer in Bedrägnis. Aber auch die Schotten zeigen sich weniger knauserig als volksmündlich bekannt, und setzen gute Konter – ein munteres, ein abwechslungsreiches, Offensivspiel im Gesamten. Es macht Spaß dem Spielverlauf zu folgen.

Nemec scheint seine Form konstant gehalten zu haben, und markiert zwei Treffer zur 2:0 Halbzeitführung. Die Pause bringt Luft für wages „Butter bei die Fische“. Also nein – so aufgelegt, wird es diese Saison wohl nicht in erster Linie gegen den Abstieg gehen.

Die zweiten 45. Minuten bieten abermals Raum für „Ahhhs“ und „Ohhs“, mit Übergewicht bei der Heimelf. Weitere drei Treffer halten das Publikum bei Laune, wobei eines der Tore den Ehrentreffer des Gastes markiert (für Union Skrzybski und Terodde). Zu Null gehts wohl immer noch nicht, aber Eggimann deutet an, das er einer ist, der den Laden hinten griffig hat.

4:1 also am Ende. In knapp einer Woche geht es vor beinahe ausverkauften Rängen gegen Celtic aus Glasgow. Dieses Spiel ist wohl als echter Härtetest zu bezeichnen – ich bin gespannt, wies da so geht.