Voller Ungeduld wartet Ihr sicher schon auf den Spielbericht vom vergangenen Sonntag. Dafür, daß es diesmal etwas länger gedauert hat, gibt es auch einen guten Grund. Wobei man in diesem Fall, nicht von „gut“ reden kann. Sweety, der eigentlich diesen Bericht verfassen wollte, hatte am Montag eine Zahn-OP, die sich im nachhinein komplizierter gestaltete als erwartet. Da hatte er andere Sorgen, als diesen Artikel zu schreiben. Von meiner Seite aus alles Gute Sweety.

Für die Fahrt nach Köpenick wurde diesmal die Anreise per Dampfer (hier gehts zum Video) ab Grünheide gewählt. Die Reederei Kutzker veranstaltet zweimal im Jahr solche Ausflüge für Fans des 1. Fc Union. Vor neun Wochen hieß es noch „Gockelz in die Boote“, nun war das Motto „Gockelz auf den Dampfer“.

Drei Gockelz enterten in Grünheide die MS „Spree“ und zwei weitere kamen in Erkner unterstützend hinzu. Viele mir Bekannte oder befreundete Unioner, wählten an diesem herrlichen Sonntagvormittag diesen Weg Richtung „Alte Försterei“. Wir genossen auf Deck das schöne Wetter und die Umgebung, philosophierten über Gott und die Welt, sangen Unionlieder und tranken reichlich Bier. Kurz bevor wir um 12 uhr im „Mecklenburger Dorf“ anlegten, bemerkte ich einen verstärkten Wellengang, oder hatte das viele Bier meinen Gleichgewichtssinn durcheinander gebracht?

Der FSV Frankfurt ist in Köpenick ein gern gesehener Gast. Die Hessen konnten bei ihren drei Auftritten an der „Alten Försterei“, weder ein Tor schießen, noch einen Punkt holen. Der Optimismus bei den 15.700 Zuschauern war also riesengroß und die Stimmung dementsprechend. Der Gastgeber legte zu Beginn des Spiels recht ordentlich los und hatte die ein oder andere Tormöglichkeit zu verzeichnen. In der 17. Spielminute, spielte Frankfurts Marc Heitmeier völlig unmotiviert den Ball mit der Hand. Konsequenz dieser aus Gästesicht dummen Aktion im Strafraum – Elfmeter. Die Verantwortung in diesem Fall übernahm Torsten Mattuuuuschka. 1:0! Alles lief nach Plan, zumal sich der Verursacher des Strafstoßes mit Gelb-Rot verabschiedete. Das erhoffte zweite Tor war doch nur eine Frage der Zeit. Denkste! Mit der knappen Führung ging es in die Kabinen.

In der Halbzeitpause wies Sweety mich darauf hin, meine Aufmerksamkeit der elektronischen Anzeigetafel zu widmen. Er hatte mir einen nachträglichen Geburtstagsgruß senden lassen. Danke dafür. Das blieb auch den anderen nicht verborgen und so wurde ich einen großen Geldbetrag für Bier los.

Nachdem nun alle mit Bier versorgt waren, galt die Konzentration wieder dem Spiel. Eins vorweg, es wurde nicht besser, man merkte die Verunsicherung beim Gastgeber. In dieser Saison wurde noch nicht zu null gespielt und das war vielleicht in den Köpfen der Spieler. Die Gäste aus der Mainmetropole waren in Unterzahl zu harmlos und Union schaffte es nicht, eine der guten Möglichkeiten zu nutzen. Wenn das Spiel nicht gut ist, dann wenigstens spannend. Am Ende steht ein Heimsieg. Und wie sagte unser Kapitän: „Dafür brauchen wir uns nicht zu entschuldigen.“ Recht hat er.