Mit einem energischen Pfiff beendete der „blonde Engel“ unser Auswärtsspiel bei den Unsympathen vom Rhein. Mir von Frau Steinhaus das Wochenende verderben lassen? – mit Nichten. Die Meinungen über die Unparteiische gehen weit auseinander. Die Einen sehen sie in der ersten Liga, die anderen in der Alt-Seniorenliga Hannover. Zugegeben, die letzten Begegnung in der sie uns pfiff, verliefen für uns unglücklich, aber ihr den verschenkten Sieg anzukreiden, wäre nicht in Ordnung.

Aber, wieso versaut mir ein so spätes Gegentor nicht die Laune? Dafür gibt’s doch bestimmt Gründe? Sicher! Ich werde mal die wichtigsten aufzählen:

Gegentore in der Nachspielzeit sind  ärgerlich, aber nichts Neues für einen Unionanhänger. Die Mitglieder unserer Reisegruppe –
die es in dieser Zusammensetzung auch noch nicht gab, verbreiteten viel gute Laune und sorgten mit einem reichhaltigen Verpflegungsangebot für volle Mägen und feuchte Kehlen.

Das Wetter! Ja, das Wetter ist auch ein guter Grund, mal abgesehen von  einer roten Nebelwolke in der ESPRIT – Arena, schönster Sonnenschein. Die zufällige Begegnung im Gästeblock mit einem alten Freund („die miese Type“), den ich schon längere Zeit nicht mehr gesehen habe. Er war es, der mich in den Späten Neunzigern, nach einer kurzen Auszeit meinerseits, wieder motivieren konnte, unsereM Club hinterherzufahren.

Ach, die guten alten Zeiten, Plauen und auch Spandau auswärts und heute jammern wir, weil wir „nur“ Vierter in der 2. Bundesliga sind  – verrückte Welt. Na und dann war da noch die Party, zu der ich am Samstag geladen war. Sweety eröffnete und bezog offiziell seine „Sommerresidenz“ und ich denke und hoffe, er fühlt sich dort wohl und wird von dort in Zukunft auch die Geschicke der Gockelz Spreenhagen mitbestimmen und begleiten.

Die zwei verschenkten Punkte ärgern mich natürlich auch. Aus den letzten beiden Spielen null Punkte zu holen verunsicherte die Mannschaft enorm. Die Gäste boten heute sicher nicht ihr bestes Auswärtsspiel, führten aber nach 55 Minuten durch Tore von Hosiner und Redondo mit 2:0. Kreilach, der nicht in der Startelf stand, dann aber eingewechselt wurde, brachte mit seinem Eigentor zehn Minuten vor Schluss die Gastgeber zurück ins Spiel. Zwei Selbsttore innerhalb von acht Tagen! O Mann, das nenne ich mal Scheiße am Schuh.

Und nun komme ich auf den Anfang meines Berichtes zurück . Während Frau Steinhaus aus unserer Sicht jeden Zweikampf gegen uns pfiff, übersah sie kurz vor dem Ausgleichstreffer ein klares Foulspiel des Düsseldorfers Bebou. Ärgerlich!

Ostersonntag kommt K`lautern an die „Alte Försterei“ und wenn wir weiter im Aufstiegsrennen bleiben wollen, muss dieses Spiel gewonnen werden, denn die nächsten Auswärtsspiele werden nicht so „einfach“, wie das in Düsseldorf.